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Jugendfeuerwehr Winsen/ Aller
Ortsfeuerwehr Winsen/ Aller

12h-Projekt 03.10.2014


Am Tag der deutschen Einheit haben wir uns getroffen, um einen Wachtag einer Berufsfeuerwehr nachzuempfinden. 
Um 9:00 war Schichtbeginn. Bei der Begrüßung durch den Dienststellenleiter wurden die Trupps eingeteilt. Nach einer Einweisung in das Tanklöschfahrzeug und die Atemschutzgeräte (welche wir durch Ultraleicht-Attrappen ersetzt haben) stand erstmal Dienstsport auf dem Schichtplan. Zuerst wurde sich aufgewärmt, und dann über den Allerradweg zum Schwimmbad gejoggt. Dort sind wir dann ein paar Bahnen geschwommen. Spätestens dann war auch der letzte Kamerad endgültig wach!

Nach dem Dienstsport konnten sich alle beim Theorieunterricht etwas entspannen. Thema war Einheiten im Löscheinsatz mit Schwerpunkt dreiteiliger Löschangriff. Mittendrin kam per Funk die erste Alarmierung rein: Es wurde ein Containerbrand bei der Grundschule am Amtshof gemeldet. Sofort machte sich die Einheit auf den Weg. Vor Ort bot sich folgende Lage: Ein Papiercontainer war (mittels Nebelmaschine) verraucht. Wie üblich, wurde hinter dem Fahrzeug angetreten, damit der Staffelführer die Befehle erteilen kann. Er legte die Wasserentnahmestelle auf einen nahegelegenen Überflurhydranten fest und teilte den Angriffstrupp ein, unter Atemschutz das erste Rohr vorzunehmen. Unverzüglich machte sich die Mannschaft an die Arbeit. Der Wassertrupp hat die Wasserentnahmestelle hergerichtet, der Angriffstrupp setzte den Verteiler und verlegte die Leitung für das erste Rohr. Ein Befehl "1. Rohr Wasser Marsch!" und die Brandbekämpfung begann. Es dauerte dann nicht lange, bis das "Feuer" gelöscht war. 

Noch abgebaut und dann rückten wir wieder ein. Damit wurde es auch schon Zeit für das Mittagessen: belegte Brötchen und dazu frische Gurken und Paprika. 

Nach der Mittagspause haben wir einer Schnelligkeitsübung, bei der Schläuche auf Zeit gerollt werden, etwas Bewegung in die Gruppe gebracht. Anschließend wurde der unterbrochene Unterricht vom Vormittag fortgesetzt. Doch weit sind wir nicht gekommen, denn die nächste Alarmierung folgte schon bald. Diesmal war eine technische Hilfe bei einem zu leisten, wo eine Person unter einem Fahrzeug eingeklemmt war. Schon wenig später trafen wir an der Unglücksstelle ein. Der Staffelführer legte fest, wie die Person, dargestellt durch eine Puppe, gerettet werden soll. Dabei wurde er von einem Ausbilder unterstützt. Es wurde entschieden, das Auto mit einem Hebekissen anzuheben. Ganz wichtig dabei war, das Fahrzeug immer zu unterbauen, damit das Auto im Zweifelsfall nicht wieder absinken kann. Angriffs- und Wassertrupp kümmerten sich um die Befreiung der Person, der Schlauchtrupp kümmerte sich um die Absicherung der Unfallstelle.


Bevor das Hebekissen in Betrieb genommen werden konnte, wurden die Kameraden durch einen Ausbilder eingewiesen. Dann wurde das Auto angehoben, unterbaut und die Puppe befreit. Dann haben wir alles zurück gebaut und sind wieder eingerückt. 
Es war dann auch schon 15 Uhr, also Kaffeepause. Ein Kamerad hatte Geburtstag und uns freundlicherweise mit leckerem Kuchen versorgt. 
Im Anschluss begaben wir uns wieder in Unterrichtsraum. Das Thema, welches nun behandelt werden sollte, war Grundsätze im Gefahrguteinsatz. Mehr als die Einleitung haben wir dann aber leider nicht geschafft, denn wir wurden wieder jäh unterbrochen. Stichwort war dieses Mal "vollgelaufener Keller". 

Also setzten wir uns in das Auto und fuhren los. Ziel und Zweck dieser Lage war, die Wasserstrahlpumpe und die Turbinenpumpe mal zu benutzen. Es wurde damit ein Pool leergepumpt und damit die Funktionsweise erklärt. Und Zeit für ein paar Spielereien war natürlich auch. Spaßeshalber haben wir den Abwasserschlauch der Turbinenpumpe mal abgemacht, und damit eine schöne Fontäne erzeugt. Das restliche Wasser haben wir schließlich auch noch abgepumpt und konnten dann wieder abrücken. 
               

Zurück am Feuerwehrgerätehaus haben wir unseren Anbauschuppen auf Vordermann gebracht und auf Wunsch der Jugendlichen den Gefahrgut-Unterricht weiter gemacht. Um 17:34 kam der letzte Alarm: Gebäudebrand Mastenweg. Sofort standen wir auf, schnappten uns Jacke und Helm und setzten auf das Tanklöschfahrzeug, welches dann losfuhr. Als wir mit dem Auto an der Wolthäuser Grenze außerhalb der Zivilisation waren, wurde dann auch mal getestet, ob Blaulicht und Martinshorn noch funktionieren!


Vor Ort fanden wir ein Palettenhaus vor, welches in voller Ausdehnung brannte. Wir traten wieder hinter dem Fahrzeug an und der Staffelführer erteilte seine Befehle: "Wasserentnahmestelle Fahrzeugtank, Verteiler 20m vom Fahrzeug entfernt! Angriffstrupp zur Brandbekämpfung unter Atemschutz mit erstem Rohr zum Gebäude vor!"
Damit wusste jeder, was zu tun war. Der Angriffstrupp rüstete sich mit den Atemschutzattrappen aus, nahm Hohlstrahlrohr und Verteiler und setzte letzteren an die vorgesehene Stelle. Währenddessen verlegte der Wassertrupp die B-Leitung vom Fahrzeug zum Verteiler. 

Nach einem kleinen Hinweis durch einen Ausbilder erfragte der Staffelführer eine Nachalarmierung bei unserer Leitstelle im Winser Gerätehaus. Daraufhin machten sich die Jugendfeuerwehren aus Thören und Meißendorf, welche rein zufällig schon in Winsen warteten, auf den Weg zur Einsatzstelle. Das Wasser im Tank unseres Tanklöschfahrzeugs neigte sich dem Ende, doch dann war zum Glück schon das Martinshorn der nachrückenden Kräfte zu hören.
Diese bauten dann an einem nahegelegenen Brunnen die Wasserversorgung auf. Damit konnten wir dann unsere Löscharbeiten fortsetzen. Nach Aufbau der Wasserversorgung bauten die Außendörfer eine Riegelstellung auf, um eine Ausbreitung des Brandes zu vermeiden. Damit nicht all zu viel Asche und Schutt übrig bleibt, haben wir das Feuer etwas länger brennen lassen und daran "vorbei gelöscht". Als dann aber der Befehl zum Löschen kam, hat es nicht lange gedauert und das Feuer war aus.

Noch ein Gruppenfoto gemacht, abgebaut und aufgeräumt und dann fuhren wir gemeinsam zurück ins Winser Feuerwehrgerätehaus, wo der Grill schon auf uns wartete. 

So ließen wir den Abend gemütlich bei leckerem Grillgut und von Eltern gestifteten Salaten und Beilagen (Vielen Dank dafür!) ausklingen. Wir alle waren uns einig, dass wir damit eine neue Tradition ins Leben gerufen haben, bei der wir jährlich eine gemeinsame große Übung fahren wollen. 

 Zu guter letzt möchte ich mich bei allen beteiligten Helfern für die Unterstützung bei dem 12h-Projekt und der Abschlussübung bedanken! Ein großer Dank gilt auch der Bäckerei Kappelmann, die uns 40 Brötchen für das Mittagessen gespendet haben, und der Firma Hostmann & Steinberg, von der uns die Paletten für das Brandobjekt gespendet wurden!
 


Mehr Bilder sind auf unserer Facebook-Seite zu finden unter Jugendfeuerwehr Winsen/Aller!

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